Backpacking auf den Philippinen: Backpacker Guide und Reisetipps

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Backpacking auf den Philippinen Pagudpud Nord Luzon

Beim Backpacking auf den Philippinen erlebst du eines der weniger besuchten Länder Südostasiens – wegen der fehlenden Verbindung zum Festland machen sich bislang relativ wenige Südostasien-Backpacker die Mühe diese Inselgruppe von über 7000 Inseln zu besuchen.

Eine mehrheitlich katholische Bevölkerung, die als ehemalige amerikanische Kolonie vieles vom American Way of Life übernommen hat (Malls und Fastfoodketten ohne Ende; populärster Sport ist Basketball), lässt die Philippinen deutlich westlicher und weniger exotisch erscheinen als ihre Nachbarländer.

Ein Hauch von Lateinamerika mit bunten Fiestas und Kolonialarchitektur der Spanier (wurden als Kolonialmacht nach fast 400 Jahren von den Amerikanern abgelöst) untermauert das ganze noch. Dieser Eindruck täuscht jedoch, typisch asiatische Befindlichkeiten wie „das Gesicht wahren“ gibt es auch hier.

Das gilt auch für vieles anderes was du sonst in Südostasien findest:

Die Philippinen bieten ein günstiges Reiseland mit einer Unzahl von Stränden und Tauchparadiesen. Du kannst Vulkane erklettern, Surfen, Wasserfälle und Höhlen erkunden. Dazu gibt es ausgelassenes Nightlife und freundliche Menschen.

Wegen den Wetterextremen mit Monsun und Taifunen jedes Jahr, solltest du deine Reisezeit gut planen. Verschont von diesen Kapriolen bleibt die Insel Mindanao, dafür gibt es dort aber Sicherheitsprobleme, siehe unten.

Backpacking auf den Philippinen eignet sich besonders für: Tauchen & SurfenStrandurlaub, Shopping und Nightlife.

Philippinen Backpacking Vulkan Mount Bulusan

Backpacking auf den Philippinen Snapshot

Anreise & Visum

 

Klima & Reisezeit

  • tropisches Klima
  • kaum Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten
  • Regenzeit von Juni bis November
  • am regenreichsten ist die Ostküste der Inselgruppe
  • Taifunsaison von Juli bis Oktober solltest du am besten meiden, eine Taifunrisikokarte findest du hier
  • beste Reisezeit und auch Hochsaison: Dezember bis Mai
  • optimale Reisedauer: min. 3 Wochen, die vielen Fährfahrten kosten Zeit

 

Geld & Kosten

  • Landeswährung ist der Philippinische Peso – aktuellen Wechselkurs checken
  • Geldautomaten gibt es auch in kleineren Städten, kostenlos abheben kannst du mit einer guten Reisekreditkarte
  • fast alle Automaten auf den Philippinen nehmen aber eine eigene Gebühr von 200 Peso, wenn du die auch umgehen willst, brauchst du eine Karte die Fremdgebühren zurückerstattet
  • typisches Tagesbudget für Philippinen Backpacker: 35€

Philippinen Tauchen oder Schnorcheln mit Walhaien

Highlights

  • Tauchparadiese (z.B. Malapascua, Puerto Galera, Apo Reef, Coron, Moalboal, Padre Burgos)
  • Traumstrände und Inseln (z.B. Siquijor, Camiguin, Port Barton, Pagudpud)
  • Nightlife & Fiestas (z.B. Ati-Atihan, MassKara)
  • Trekking in Sagada, den Reisterrassen von Banaue und auf diversen Vulkanen (Lake Taal & Taal Volcano, Mount Pinatubo. Ausserdem in einem Tag und ohne Guide zu erklettern sind Mount Arayat, Maculot und Makiling. Größere Touren mit Guide bieten Mount Mayon, Kanlaon und Apo)
  • Spanisches Kolonialerbe z.B. in Vigan, Intramuros, Taal und Silay
  • Karstlandschaften des Bacuit Archipel, der Calamian Inseln & Caramoan Halbinsel
  • Surfen auf Siargao, Catanduanes oder in San Juan La Union
  • Schwimmen und Schnorcheln mit Walhaien (Donsol oder Pintuyan) und Delphinen (Sinacaban)
  • Höhlensysteme (Underground River, Sohoton Nationalpark & Catbalogan Caves)
  • Ungewöhnliche Natur auf Bohol (Chocolate Hills und Koboldmakis)
  • Superfreundliche Filipinos

 

Lowlights

  • Philippinisches Essen (im Vergleich zu anderen asiatischen Küchen)
  • Sex Tourismus (Hotspot ist Angeles City, auch in Puerto Galera auffällig)
  • unsichere Fähren & teilweise schlechte Verkehrsinfrastruktur
  • Beschädigte Korallen
  • Manila und andere Großstädte
  • Sicherheitsprobleme auf Mindanao

 

Backpacking auf den Philippinen: Typische Route

Manila – Taalsee & Vulkan – Puerto Galera oder Boracay – Coron – El Nido – Port Barton – Subterranean River National Park – Puerto Princesa – Iloilo/ Bacolod (Silay/ Mount Kanlaon) – Dumaguete (Apo Island/ Siquijor) – Cebu – Bohol – Camiguin – Cagayan de Oro – Siargao – Pintuyan/ Padre Burgos – [Sohoton Nationalpark oder Catbalogan Caves – Legazpi (Donsol/ Mount Mayon) – Pagsanjan Wasserfall] – Manila – [Mount Pinatubo – Reisterrassen von Banaue, Batad & Bontoc – Sagada – Baguio – San Juan La Union – Vigan – Laoag – Manila]

Die meisten Backpacker auf den Philippinen starten von Manila aus nach Süden in Richtung Visayas und Palawan, wenn du noch Zeit hast kannst du zum Schluß auch noch Nordluzon mitnehmen. Umgekehrt geht natürlich auch.

Anstatt wie oben beschrieben mit dem Abstecher nach Palawan, kannst du auch direkt von Boracay weiter nach Negros reisen.

Nach Boracay kommst du entweder per Fähre Batangas – Caticlan (9h) oder über Puerto Galera und Roxas.

Sinnvolle mögliche Akürzungen:

Von Manila direkt nach Coron, Puerto Princesa oder El Nido per Flug oder Fähre.

Von Siargao direkt zurück nach Cebu oder Manila per Flug.

 

Verkehrsmittel

 

Unterkünfte

  • Es gibt eine kleinere Zahl von Hosteln, Nipa Hütten am Strand, und viele günstige Gästehäuser
  • Gästehäuser und Hotels auf den Philippinen kannst du wenn online dann am günstigsten bei Agoda oder Travelbook buchen, zumindest für die erste Nacht solltest du im Vorraus buchen – Nach aktuellen Preisen gucken
  • Heisse Dusche in billigen Unterkünften nicht immer vorhanden

 

Essen

  • großes Angebot an Fastfoodketten (amerikanische, asiatische und einheimische)
  • philippinische Küche ist geprägt von Reis, Schweinefleisch, Fisch und Meeresfrüchten
  • auch in Asien sonst unübliche Speisen wie Brot, Kaffee und Käse sind gängig
  • typische Gerichte sind Lechon und Adobo

Tapsilog Frühstück Philippinen Backpacking

Photo: glossmania

Kommunikation & Internet

  • Offizielle Landessprachen sind Tagalog (Filipino) und Englisch sowie zusätzliche Regionalsprachen wie Cebuano etc. (171 Sprachen)
  • kostenloses Wifi wird teilweise angeboten, die Netzqualität und Geschwindigkeit sind oft mässig
  • Prepaid SIMs der lokalen Mobilfunknetzbetreiber Smart, Globe und Sun Cellular sowie Drittanbietern wie TNTTM oder Cherry sind leicht zu bekommen
  • Netzabdeckung mit 3G ist gut, LTE gibt’s auch schon
  • VPN besorgen

 

Gesundheit

  • Magenprobleme sind häufig
  • Mindestens Impfung gegen Hepatitis A ist empfohlen, die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Reiseimpfungen
  • weitere Impfungen wie Cholera und Typhus sind überlegenswert, dazu am besten persönlich beraten lassen
  • geringes Malariarisiko in einigen Landesteilen, die Visayas sind malariafrei
  • chemische Malariaprophylaxe ist nicht nötig, Mückenvorsorge schon, auch wegen Dengue
  • gute Krankenversorgung in größeren Städten vorhanden, auf dem Land eher schlecht
  • unbedingt Auslandskrankenversicherung abschließen

 

Sicherheit

  • höhere Kriminalitätsrate als anderswo in Südostasien, überall Sicherheitspersonal mit schweren Waffen
  • die höchsten Kriminalitätsraten gibt’s in Manila, Cebu und auf Mindanao
  • Sicherheitsbedenken in Teilen Mindanaos. Sulu Archipel ist „no go area“. Die Nordküste zwischen Cagayan de Oro und Siargao sowie Davao und Umgebung gelten aber als sicher.
  • Frauen alleine: keine Probleme

Dinagyang Festival Iloilo Panay Philippinen Backpacking

Photo: travelmag

Einheimische & Andere Reisende

  • ca. 100 Mio. Einwohner
  • kleine Minderheit von Chinesen
  • 82% Katholiken, 10% Protestanten, 5% Muslime (hauptsächlich auf Mindanao)
  • pro Kopf Einkommen (PPP) ca. 7800$, Human Development Index 0,668 (mittel)
  • Einheimische: mit die freundlichsten in ganz Asien
  • andere Reisende: Taucher, Expats mit philippinischen Frauen, Amerikaner, Koreaner und Japaner; deutlich weniger Backpacker als auf dem Festland.

 

Fun Faktor

  • hoch
  • viele Fiestas in der Provinz
  • bestes Nightlife in Manila, Cebu und Boracay
  • dominante lokale Biersorte ist San Miguel, daneben gibt’s noch Beer na Beer
  • beliebtester harter Alkohol ist Tanduay Rum

 

Kombinationen & Alternativen

  • Am besten zu kombinieren mit Borneo, per Fähre von Zamboanga nach Sandakan oder demnächst auch von Palawan nach Kudat. Von Bongao nach Semporna geht ebenfalls. Cebu Pacific und Air Asia fliegen ausserdem nach Kota Kinabalu.
  • Andere Länder Südostasiens, Taiwan, Japan, Korea und Hongkong sind ebenfalls mit Billigfliegern erreichbar
  • keine weiteren Fähren zu benachbarten Ländern
  • Gute Alternativen: Nicht ganz einfach. Die Kultur der Philippinen ist anders als der Rest Südostasiens. Trotz großenteils unterschiedlicher Religion am nächsten verwandt ist Indonesien (und Ost-Timor), zusätzlich beides Inselstaaten mit ähnlicher Natur und Attraktionen wie Vulkanen, Tauchen etc.

Kolonialarchitektur Vigan Luzon Philippinen Backpacking

Photo: awiecrdns

Was musst du einpacken?

 

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